E. M. Forster

Die Maschine

Leineneinband

72 Seiten

28,00

978-3-903117-03-7

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Aus dem Eng­li­schen von Phil­ipp Schmoet­ten.

In E. M. Forsters ein­fluss­rei­cher dys­to­pi­scher Erzäh­lung Die Maschine (eng. The Machine stops, 1909) kon­trol­liert eine nebu­löse Appa­ra­tur sämt­li­che Aspekte einer per­fek­ten zukünf­ti­gen Gesell­schaft. Tief unter der Erd­ober­flä­che sind die Men­schen, pas­si­ven Droh­nen gleich, im Bie­nen­stock der all­um­fas­sen­den Maschine orga­ni­siert. Jeg­li­ches Erle­ben ist aus­ge­schal­tet und durch tech­ni­sche Ver­mitt­lung ersetzt, der unmit­tel­bare mensch­li­che Kon­takt ist zum absto­ßen­den Tabu gewor­den. Kuno, der Prot­ago­nist, ver­sucht sich gegen den Status Quo auf­zu­leh­nen und ist auf der Suche nach der unver­mit­tel­ten Welt jen­seits der Kon­trolle der Maschine.

Im Gegen­satz zur offen­kun­di­gen Unter­drü­ckung in George Orwells 1984 sind die Bewoh­ner von Forsters Welt, ver­kör­pert von Kunos Mutter Vashti, voll­kom­men zufrie­den mit ihrem Los und nur der Leser erkennt den Alb­traum, wenn, im direk­ten Gegen­satz zu den übli­chen euge­ni­schen Vor­schlä­gen, unge­bühr­lich“ starke Neu­ge­bo­rene eutha­na­siert werden, um die Ent­wick­lung der Maschine nicht zu gefähr­den.

Der tech­no­lo­gi­sche Fort­schritt, zu Beginn des ver­gan­ge­nen Jahr­hun­derts von vielen als Befrei­ung von den Mühen der Arbeit gefei­ert, wird von Fors­ter als Gefäng­nis begrif­fen. So sind die Par­al­le­len zu unse­rer Gesell­schaft, über hun­dert Jahre nach dem Erschei­nen der (recht langen) Kurz­ge­schichte, erschre­ckend offen­sicht­lich. Unsere post-mecha­ni­sche Welt wird derart vom Digi­ta­len kon­trol­liert, dass ein Ver­sa­gen der Rech­ner wohl unwei­ger­lich ihr Ende zur Folge hätte.

Illus­tra­tio­nen in Plas­ti­lin

Gregor Schu­berth von Schu­berth und Schu­berth: Die düs­tere Zukunfts­vi­sion der Kurz­ge­schichte, übri­gens die ein­zige Sci­ence Fic­tion Geschichte des bekann­ten Autors von A Room With a View und A Pas­sage to India, hat uns in ihrer Aktua­li­tät erstaunt und dazu ani­miert mit unse­rem belieb­ten Mate­rial Plas­ti­lin das Leben der hoch­tech­no­lo­gi­schen Gesell­schaft, das darin geschil­dert wird, dar­zu­stel­len.

Neben der Arbeit als Archi­tek­ten möch­ten wir expe­ri­men­tie­ren. Plas­ti­lin fas­zi­niert uns schon seit Jahren und vieles ist ent­stan­den. Es ist span­nend mit dem plas­ti­schen Aspekt des Mate­ri­als zu spie­len, inhalt­li­che Bezüge her­zu­stel­len, aber auch immer zu wissen, dass es einer ste­ti­gen Ver­än­de­rung unter­liegt.“

Schu­berth & Schu­berth

Johanna Schu­berth, Gregor Schu­berth
Mariedl Klee­mann, Mar­tina Jäger
schu​bert​hund​schu​berth​.at